KLAARA-Preis
Im Rahmen von KLAARA 2027 wird erstmals ein international ausgeschriebener Preis für die beste Dissertationsschrift zu Leichter Sprache vergeben. Mit diesem Preis sollen herausragende Forschende ausgezeichnet werden, deren Arbeiten den wissenschaftlichen Diskurs zur Leichten Sprache voranbringen und konkrete Impulse für Barrierefreie Kommunikation in Gesellschaft, Verwaltung, Medien, Bildung, Gesundheit und weiteren sozialen Rahmen geben.
Der internationale KLAARA-Preis 2027 für Dissertationen zur Leichten Sprache wird vom Wort & Bild Verlag gesponsert, einem der führenden Anbieter verständlicher Gesundheitskommunikation im deutschsprachigen Raum.
Der internationale KLAARA-Preis 2027 ist mit 4.000 EUR dotiert.
Zielsetzung und Profil des Preises
Der Dissertationspreis Leichte Sprache verfolgt drei zentrale Ziele:
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Förderung exzellenter Nachwuchsforschung im Bereich Leichte und verständlichkeitsoptimierte Sprache sowie Barrierefreier Kommunikation.
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Stärkung der wissenschaftlichen Fundierung von Leichter Sprache und Barrierefreier Kommunikation.
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Sichtbarmachung von Forschung mit hoher Wirkung für die Erforschung und Praxis der Leichten Sprache und Barrierefreier Kommunikation.
Der Preis zeichnet Dissertationsschriften aus, in deren Zentrum Leichte Sprache, Einfache Sprache oder eng verwandte Formen Barrierefreier Kommunikation stehen. Die Arbeiten sollen seit Januar 2025 erschienen sein oder im Prüfungsverfahren eingereicht worden sein. Die Benotung muss bereits vorliegen. Eingereichte Arbeiten sollen methodisch fundiert und wissenschaftlich sorgfältig durchgeführt sein. Betreuer:innen und Autor:innen können Bewerbungen einreichen.
Das wissenschaftliche Komitee besteht aus hochrangigen Expert:innen aus sieben Ländern. Sie übernehmen die Begutachtung und Auswahl der Preisträger:innen. Folgende Expert:innen sind Teil des Preiskommittees:
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Nattanun Chanchaochai (Thailand)
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Sine Demirkiviran (Türkei)
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Paula Jelonche (Argentinien)
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Camilla Lindholm (Finnland)
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Chris Maaß (Deutschland)
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Anna Matamala (Spanien)
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Elisa Perego (Italien)
Ausschreibung und Einreichungsmodalitäten
Die internationale Ausschreibung des Preises erfolgt im Frühjahr 2026. Damit der Preisträger bzw. die Preisträgerin zur Tagung nach Hildesheim anreisen und die Arbeit im Plenum vorstellen kann, werden Nominierung und Auswahl rechtzeitig vor Tagungsbeginn abgeschlossen. Die Reisekosten des Preisträgers bzw. der Preisträgerin werden vom Sponsoren Wort & Bild Verlag übernommen.
Für die Bewerbung sind folgende Unterlagen in englischer Sprache einzureichen:
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Gutachten der Dissertationsschrift (jeweils mit englischer Übersetzung)
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Dissertationsschrift
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Tabellarischer Lebenslauf
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Exposé der Dissertation (max. 40.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) mit Angaben zu:
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Forschungsfrage, Zielsetzung und wissenschaftlichem Ertrag
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Theoretischem Hintergrund
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Methodik
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Wichtigen Ergebnissen und Schlussfolgerungen
Da das wissenschaftliche Komitee sich aus Expert:innen aus mehreren Ländern zusammensetzt, sind alle Unterlagen obligatorisch in englischer Sprache einzureichen (davon ausgenommen ist die Dissertationsschrift).
Nach Abschluss des Auswahlverfahrens muss von dem Preisträger bzw. der Preisträgerin eine Zusammenfassung in Leichter Sprache der eigenen Dissertationsschrift erstellt werden. So werden wissenschaftliche Erkenntnisse für diejenigen Zielgruppen zugänglich gemacht, für die Leichte Sprache gedacht ist.
Neben der Hauptauszeichnung ist die Vergabe von Sonderauszeichnungen (Honourable Mentions) vorgesehen, um besondere Stärken einzelner Arbeiten gezielt zu würdigen. Folgende Kategorien kommen für die Sonderauszeichnungen in Betracht:
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Outstanding Theoretical Contribution: Für Arbeiten, die zentrale Begriffe, Modelle oder Theorien zur Leichten Sprache deutlich weiterentwickeln oder neu profilieren.
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Outstanding Methodological Innovation: Für besonders innovative methodische Ansätze (z. B. neue Testdesigns mit Zielgruppen, experimentelle Designs, Korpusaufbau, Mixed Methods, digitale und KI-basierte Verfahren)
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Outstanding Societal Impact / Inclusion: Für Arbeiten mit herausragendem Potenzial, reale Teilhabe und Inklusion zu stärken (z. B. Kooperation mit Organisationen, Policy‑Einfluss, konkrete Implementierungen).
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Outstanding Practical Application: Für Dissertationen, die besonders konkrete und umsetzbare Empfehlungen, Tools, Guidelines oder Trainingskonzepte für Praxisfelder (Verwaltung, Medien, Gesundheit, Bildung etc.) liefern.
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Outstanding Interdisciplinary Approach: Für Arbeiten, die Leichte Sprache überzeugend mit anderen Disziplinen verbinden (z. B. Public Health, Informatik, Übersetzungswissenschaft, Pädagogik, Soziologie).
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Outstanding Innovation in Accessible Communication: Für Arbeiten, die Leichte Sprache mit anderen Formen der Barrierefreiheit zusammendenken (z. B. multimodale Barrierefreiheit, Leichte Sprache undGebärdensprache, Leichte Sprache und Untertitelung, Leichte Sprache und Dolmetschen).
Auswahlverfahren und wissenschaftliche Qualitätssicherung
Die Bewertung der eingereichten Arbeiten erfolgt durch ein hochkarätig besetztes internationales Komitee mit Expert:innen aus sechs Ländern. Das Verfahren ist zweistufig angelegt:
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Formale Prüfung und Grobsichtung der Einreichungen.
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Detaillierte Begutachtung durch das Komitee anhand eines strukturierten Bewertungsrasters.
Zentrale Bewertungskriterien sind:
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Wissenschaftliche Qualität (z. B. Klarheit der Forschungsfrage, theoretische Fundierung, Methodik, Analyse und Originalität).
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Relevanz für Leichte Sprache (z. B. Beitrag zur Theorie und Praxis, Anschlussfähigkeit der Ergebnisse für verschiedene Anwendungsfelder).
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Gesellschaftliche Wirkung und Transferpotenzial (z. B. Teilhabe- und Inklusionsperspektive, Potenzial für Umsetzung in Institutionen, Projekten, Richtlinien oder Technologien).
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Schreib- und Darstellungsqualität (z. B. klarer Aufbau, sprachliche Qualität, Transparenz und Reflexivität).
Die Komiteemitglieder erhalten hierfür ein abgestimmtes Bewertungsformular mit Punktskalen und Freitextfeldern. Aus den Einzelbewertungen wird eine Rangliste erstellt, die in einer gemeinsamen Sitzung diskutiert und konsolidiert wird. Bei Interessenkonflikten (z. B. Betreuung der Dissertation, enge institutionelle oder persönliche Verbindungen) sind betroffene Personen von der Bewertung ausgeschlossen. Befangenheiten werden offengelegt und transparent dokumentiert.
Das Komitee entscheidet ebenfalls gemeinsam über die Sonderauszeichnungen.
Für alle ausgezeichneten Arbeiten werden Begründungen und Laudationes erstellt, die die Entscheidung nachvollziehbar machen.
Form der Einreichung und weitere Informationen
Weitere Informationen werden zeitnah bekannt gegeben.